Neuer Vorstand gewählt

Bei der Vertreterversammlung der Mitgliedskirchengemeinden am 3. Juni wurden die Vertreter*innen der Kirchen im Vorstand der ökumenischen TelefonSeelsorge Main-Kinzig gewählt.

Dem Vorstand gehören an: Ulla Rupietta und Pfarrer Dirk Krenzer als Vertreter der römisch-katholischen Kirche, Pfarrerin Christine Kleppe, Dagmar Drescher als Vertreterin der Freikirchen, Pfarrerin Simone Heider-Geiß und Pfarrer Rainer Seitz als Vertreter der evangelischen Kirche.

links: Beate Kemmler / rechts: Simone Heider-Geiß

Ausgeschieden und verabschiedet aus dem Vorstand wurde Pfarrerin Beate Kemmler. Neu kam dazu Pfarrerin Simone Heider-Geiß. Sie teilt sich mit ihrem Mann eine Gemeindepfarrstelle in Heldenbergen und ist mit einer weiteren halben Stelle als Pfarrerin im Klinikum Hanau tätig.

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TelefonSeelsorge launcht App „KrisenKompass“ – Suizidprävention wird digital

Die TelefonSeelsorge Deutschland startet am 10.3. mit dem KrisenKompass eine rein digitale Hilfe für Menschen in der suizidalen Krise. Mit der App erweitert der Verbund das bisherige Angebot und richtet sich damit an drei Gruppen:  

  •   Menschen in der suizidalen Krise
  •   Angehörige, Kollegen und Freunde, die unterstützen möchten
  •   Angehörige, die eine Person durch Suizid verloren haben.

 

ERKLÄRVIDEOS auf Youtube

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Im KrisenKompass stehen Funktionen bereit, die auch in der Psychotherapie genutzt werden wie zum Beispiel die Aufzeichnung von Stimmungen als Tagebuchfunktion oder das Anlegen eines Safety-Plans. „Er kann in stabilen Momenten angelegt werden und ist sehr hilfreich, wenn man weiß, in der Krisensituation kann ich darauf zurückgreifen“, beschreibt Dr. Stefan Schumacher, Projektleiter des KrisenKompass und Hauptamtlicher der TelefonSeelsorge, den Mehrwert.

Als Erste-Hilfe-Koffer für den Notfall kann die Betroffene in der App außerdem persönliche Archive anlegen, um aufbauende Gedanken oder persönliche Fotos, Erinnerungen oder Lieder zu speichern. Erläuterungen von Entspannungstechniken sowie Kontakte für den Notfall wie TelefonSeelsorge und andere professionelle Anlaufstellen, geben konkrete Hilfestellungen für eine Krise.

Im Jahr 2019 wurde das Thema Suizidalität (Suizidabsicht, Suizidversuch, Suizidgedanken, Suizid eines anderen) in rund 103.000 der Gespräche der TelefonSeelsorge thematisiert (Telefon, Mail, Chat und vor Ort). Davon waren mehr als 23% der Gespräche mit Jugendlichen und Kindern bis 29 Jahren. Besonders die digitalen Wege werden genutzt: konkret waren 68,2% aller Chatgespräche und 61,4% Mails zum Thema Suizidalität mit dieser Altersgruppe.

1956 wurde die erste TelefonSeelsorge Stelle in Deutschland gegründet. Ihr vornehmliches Ziel war Suizidprävention. Durch das Medium Telefon, Mail oder Chat ist TelefonSeelsorge rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für Menschen in Krisensituationen ansprechbar.